Sonntag, 11. November 2007

Gedankensplitter

"Wir zieh'n immer weiter,
denn wir sind Schattenreiter
auf unserem Weg ins Licht."

Die Tage werden kürzer, das Semester neigt sich dem Ende zu und ich wundere mich was mit der Zeit geschehen ist. Ist es wirklich schon November? Werde ich tatsächlich in einem Monat für kurze Zeit nach Berlin kommen? Es wirkt so seltsam, unwirklich und verwirrend.
Auf der einen Seite freue ich mich meine Familie und Freunde wieder zu treffen, mit ihnen zu reden, doch gleichzeitig fühle ich mich immer enger an diese Stadt gebunden. Der Charme ist ein anderer als in Berlin oder Stockholm: Auch wenn sich Oslo Hauptstadt nennt, so fühle ich mich mehr in einer Kleinstadt. Das Leben ist entspannter: keine überfüllten Bahnen, keine hupenden Kamikazeautofahrer und ein übersichtlicher Campus. Auch die Natur ist viel näher, schon des öfteren sind mir Eichhörnchen über den Weg gelaufen und eines Morgens konnte ich Rehe von meinem Fenster aus beobachten.

Jetzt beginnt langsam der Winter, das konnte ich diesen Morgen feststellen. Auch wenn es vom Nachspiel (und um Missverständnissen vorzubeugen: "Nachspiel" ist die Feier nach der Feier, also in kleinerer Runde bei jemandem zu Hause sitzen, Bier trinken, Kebap oder Pizza essen und sich im angetrunkenen Zustand über die wirklich wichtigen Dinge im Leben unterhalten) nach Hause nur ca. eine halbe Stunde Fußweg war, konnte ich meine Gesichtsmuskeln erst nach ein, zwei Minuten in der Wärme wieder spüren und bewegen. Ich freue mich auf den Schnee, den vereisten Sognsvann und die Langlaufloipen.

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