Sonntag, 30. März 2008

Epilog

"Denn der einzige Grund für das Leben oder eine Geschichte ist doch: Was passiert als nächstes?"

Jack Kerouac (1922-1969), US-amerikanischer Schriftsteller


Mein Blog endete im Februar abrupt, da ich keine Zeit mehr fand meine Posts zu schreiben. Doch ich hatte mir vorgenommen einen abschließenden Text zu schreiben, um meinen Auslandsaufenthalt ein letztes Mal zu reflektieren.

In gewisser Weise kann man ein Auslandssemester als ein Studium im Zeitraffer betrachten. In den ersten zwei Monaten ist man Erstsemester - neue Uni, neue Kommilitonen, neue Dozenten. Mit der Erfahrung aus vorangegangenen Semestern gewöhnt man sich jedoch recht schnell an die neue Umgebung und erweitert seine Sprachkenntnisse stetig. In Oslo kommt Mitte des Semesters die erste Prüfungsphase, welche je nach Fach stressiger oder entspannter ausfällt. Hat man diese überstanden ist erst mal wieder Party angesagt, bis man die zeitlich Nähe der abschließenden Klausuren realisiert und eifrig beginnt zu lernen. Na ja, letzteres kommt auf die Bedeutung der gewählten Kurse an. Für mich waren diese schon wichtig, also verbrachte ich auch einen Großteil des November in der Bibliothek. Am Ende des Semesters fragt man sich dann: Wo ist die Zeit geblieben?

So erging es mir zumindest. Von Erasmus-Studenten aus anderen Ländern habe ich gehört, dass deren Semester nur aus Partys bestand - nun, das kann ich bei mir nicht sagen. Zwar habe ich die Zeit dort sehr genossen und viel unternommen, aber ich war nicht jeden Abend blau. Ich finde auch nicht, dass so etwas erstrebenswert ist. Vielleicht kommt da ein wenig mein Sternzeichen (Waage) durch, doch ich bin der Meinung man sollte in allem was man tut ein gewisses Gleichgewicht halten.

Die neun Wochen an der Botschaft waren dann noch ein Stück intensiver und anders als das Semester. Ich habe wesentlich mehr mit den deutschen Erasmusleuten gemacht. Schade dass wir alle so verstreut über Deutschland sind, doch ich hoffe den ein oder anderen mehr als ein Mal wiederzusehen. Vom Praktikum an der Botschaft war ich sehr begeistert und muss zugeben, dass ich es mir vorstellen könnte später dort zu arbeiten. Allerdings ist das nur ein Gedanke - ich kann nicht einmal exakt sagen was ich nächste Woche mache...

Jetzt lebe ich wieder in Berlin - und weiß noch weniger als vorher was ich machen möchte. Mein Kopf ist voller Ideen, Gedanken und Wünsche. In dieser Situation denke ich an das Sprichwort, dass mir einst ein befreundeter Norweger übersetzt hat: Valgets kval (Die Qual der Wahl). Früher habe ich nie daran gedacht, längerfristig ins Ausland zu gehen - das hat sich geändert. Nur, welchen Pfad soll man im Dschungel des Lebens wählen? Andere Studis haben es einfacher, die sind duch ihr Fach von vorne herein stark eingeschränkt. Als Skandinavist oder allgemein in der Geisteswissenschaft muss man seine Niche finden. Doch das ist das Spannende an solch einem Lebensweg und einer der Gründe warum ich mich dafür entschieden habe.

In dem Sinne, mal schauen was die Zukunft bringt ;-)

Freitag, 8. Februar 2008

HiWi

Die letzten Wochen waren sehr vollgepackt mit allen möglichen Aktivitäten. Dadurch war ich entweder zu müde oder nicht in der Laune diesen Blog weiterzuschreiben. Heute breche ich diese Schreibstille - und weiß nicht wo ich anfangen soll. Das Leben läuft weiter, mein Praktikum hält mich beschäftigt und mein akkutes Schlafdefizit gleiche ich durch zu viel Kaffee aus. Einen Schreckmoment gab es allerdings...

Ein geschwollener Knöchel

Bis heute weiß ich nicht zu hundert Prozent wo ich mir das angetan habe, doch am letzten Wochenende schwoll mein rechter Knöchel an. Seltsamerweise plagten mich keine Schmerzen, der Fuß wurde einfach nur dick. Meine Vermutung ist, dass ich mir diese "Verletzung" auf dem Weg von Kringsjå nach Sogn geholt habe. Da wäre ich einmal fast ausgerutscht und habe mein Körpergewicht mit dem oben genannten Fuß aufgefangen.
Auf Grund der Verletzungen die mein rechter Knöchel schon erlitten hat, war ich ein wenig ängstlich. Einen Bruch oder auch nur eine Knochenabsplitterung käme mir hier in Norwegen sehr ungelegen. Um sicher zu gehen, ging ich am Montag zum Arzt. Für die Diagnose, dass alles soweit in Ordnung ist und ich den Fuß nur schonen sollte, durfte ich 160 NOK (ca. 20 €) hinblättern. Und da beschweren sich die Menschen in Deutschland dass sie 10€ Praxisgebühr zahlen müssen...

Doch neben diesem für mich sehr erschreckendem Ereignis, gibt es etwas Anderes was mich sehr gefreut hat.

HiWi

Vor ein paar Wochen hatte mich auf eine Stelle als studentische Hilfskraft am Nordeuropa-Institut (NI) beworben. Wie sich herausstellte, wird diese auf Grund interner Schwierigkeiten nun erstmal nicht besetzt. Doch der entsprechende Mitarbeiter (welcher auch gleichzeitig mein Erasmus-Koordinator ist) bot mir an meine Bewerbung weiterzuleiten. Zur gleichen Zeit war nämlich eine zweite Hilfskraftstelle ausgeschrieben, auf die ich mich nicht beworben hatte. Ich schätzte meine Erfolgschancen eher gering ein. Nun, diesen Montag erhielt ich eine Einladung zu Bewerbungsgesprächen am NI - diese sollten am Mittwoch stattfinden.
Ein kleines Problem für mich, denn ein so kurzfristig gebuchter Flug hätte mich ein Monatsgehalt der neuen Stelle gekostet.
Nach kurzer E-Mailkommunikation wurde dann abgemacht, dass ich am Mittwoch zu der Zeit des Gesprächs vor meinem PC sitze. Die praktische Aufgabe (Bearbeitung einer Internetseite und anpassen von Bildern auf die richtige Größe) wurde mir zu geschickt. Nach ca. 20 Minuten war ich fertig und schickte die Datei zurück. Um 12 Uhr kam dann der Anruf - ich war nervös. Es war das erste Bewerbungsgespräch was ich per Telefon geführt habe. Vom Uniradio kannte ich es zwar Fragen bei Interviews zu stellen, doch selbst antworten zu müssen ist etwas anderes. Das Gespräch lief gut, ich beruhigte mich und verspürte nach ein paar Minuten sogar Spaß an der Unterhaltung. Nach ca. einer halben Stunde waren wir fertig und das Warten begann. Seltsamerweise kannte ich meine Mitbewerber nicht. Ich hatte ihre Namen in der Mail gelesen. Normalerweise kennt man die Leute die sich auf solche Stellen bewerben, so war es z.B. bei der studentischen Hilfskraftstelle für die Kuwi-Professur gewesen. Selbst hatte ich mich nicht beworben, aber eine Freundin hat mir davon erzählt und ich konnte den meisten Namen Gesichter zuordnen.

Am Mittwochnachmittag sah ich dann eine E-Mail vom NI - meine zukünftige Chefin schrieb dass ich der überzeugendste Kandidat war und die Stelle habe. Somit bin ich - wenn mit den Papieren alles nach Plan funktioniert - ab April studentische Hilfskraft am NI. So langsam werde ich ein Experte was das Bearbeiten von Internetseiten betrifft. Schon bei meinem Schulpraktikum durfte ich mich an der Seite der LV Thüringen probieren, dann kam die Init AG - wo ich zusammen mit dem BMWI-Team die Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie betreut habe - und jetzt das NI. Immer wieder neue Systeme und Logiken - das entspricht meinem Naturell: Ich mag Veränderungen und neue Herausforderungen!

Dienstag, 22. Januar 2008

Im Gefängnis

Ich wurde entdeckt! Na ja, zumindest mein Blog - und zwar vom Auswärtigen Amt. Seit ich diesen Weblog schreibe habe ich mir nie wirklich Gedanken darüber gemacht, ob und falls ja wie leicht man diesen per Google finden kann. Mit den richtigen Wörtern ist das aber ganz einfach...

Bis vor zwei Wochen wusste ich nicht einmal dass das Osloer Gefängnis im Stadtbezirk Grønland liegt - seit letztem Dienstag ist es mir sogar von innen bekannt. Eine der Aufgaben von Botschaften ist die Betreuung von inhaftierten deutschen Staatsbürgern, insofern diese das wollen. Eben ein solcher bat um Kontakt zu uns. Also vereinbarte ich einen Termin mit dem Gefängnis und hatte ein einstündiges Gespräch.
Es war eine spannende Erfahrung und ich muss zugeben dass er ein klein wenig Mitleid in mir geweckt hat. Andererseits wusste er auf was er sich einließ und kannte die Risiken. Nach dem Besuch wurde ein Vermerk geschrieben und soweit es möglich ist kümmern wir uns um seine Wünsche. Mir gefällt der Abwechslungsreichtum meiner Aufgaben, das ist schließlich das was für mich als Praktikant wichtig ist: Ich möchte erfahren welche Aufgaben es am Arbeitsplatz gibt und daraus schließen ob mir dieser Job gefallen könnte. Mal schauen wie mein Fazit im März aussieht, bisher war ich mit meinen Praktika immer sehr zufrieden und umgekehrt.

Ansonsten habe ich diese Woche die Flugtickets für Tromsø gekauft - mal wieder bei Narvesen.
Vom 14.02. bis 17.02. gönne ich mir den vorerst letzten richtigen Urlaub im hohen Norden. Ich komme bei einer guten Freundin unter, die auch letztes Semester in Oslo studiert hat. Sie schwärmt ständig von der Schönheit der Natur, der Stadt und den Nordlichtern.
Ich dachte ich hätte am letzten Wochenende welche über Oslo gesehen. Einige Freunde haben sogar Fotos von den vermeintlichen Nordlichtern gemacht. Wie mir mein Vater dann aber mitteilte (der in Berlin den Wetterbericht des MDR schaut - so kenne ich meinen Dad), waren das nur seltene Reflektionen der Sonnenstrahlung - hervorgerufen durch besondere klimatische Verhältnisse.
Neben den Flugtickets habe ich auch meine Miete für Februar bezahlt - es war meine vorletzte Zahlung an SIO. Der nächste größere Betrag wird für mein Busticket nach Kopenhagen draufgehen. Ich möchte dieses Ticket eigentlich gar nicht kaufen, denn es zementiert meine Abreise aus dieser kleinen, liebenswerten Stadt. Noch ist er fern, doch der Abschied wird mir nicht leicht fallen.

Samstag, 19. Januar 2008

DDR

Früher hatte ich oft das Gefühl Déja Vu's zu erleben, das hat im letzten Jahr abgenommen. Dafür wiederholen sich Themen und Ereignisse umso offensichtlicher. Ein Beispiel:

Letztes Semester hatte ich einen Kurs zum Verhältnis der beiden deutschen Staaten und Nordeuropa zwischen 1945 und 1990. Meine Hausarbeit handelte dann von den "Public Diplomacy" Bemühungen der DDR in Schweden und Finnland zwischen 1960 und 1976. Um neue Fakten zu finden bin ich auch ins PAAA (Politische Archiv des Auswärtigen Amtes) gedackelt und saß in der Woche vor meiner Abfahrt nach Oslo beinahe jeden Tag dort. Wie ich diese Woche dann endlich erfahren habe, hat sich das auch gelohnt - mein Dozent hat mir eine 1,3 gegeben.

Zeit- und Ortswechsel: Eine der ersten Aufgaben in meinem Praktikum an der Botschaft war das Verfassen einer Rede zur DDR-Filmausstellung im Filminstitut in Oslo. Bei dieser Ausstellung werden alte DDR-Filme gezeigt und typische DDR-Gegenstände ausgestellt. Auch meine 5-seitiger Bericht für das AA (Auswärtige Amt) wird sich mit der DDR beschäftigen: Ich werde das Dreiecksverhältnis NO-BRD-DDR beleuchten.
Mittlerweile frage ich mich, ob das außenpolitische Verhältnis DDR-Norwegen nicht sogar genug Stoff für eine Bachelorarbeit bietet. Vielleicht schaffe ich es ja die von mir selbst in meiner HA aufgeworfene Frage umfangreich zu beantworten: "Doch wie hat sich die PD der DDR in Norwegen, das als NATO-Mitglied dem westlichen Bündnissystem angehörte, dargestellt? War es überhaupt möglich mit den üblichen Instrumenten zu arbeiten?"

Was ist diese Woche sonst so passiert? Nun, am Donnerstag wurde die oben erwähnte Ausstellung mit dem Film "Spur der Steine" (mit Manfred Krug) eröffnet. Der Botschafter hat meine korrigierte Rede gehalten. Es war seltsam im Saal zu sitzen und diese Worte zu hören über die ich mir eine Woche zuvor noch den Kopf zerbrochen habe. Gleichzeitig war ich auch ein wenig stolz, denn die Rede ist gut angekommen.
Der Film war beeindruckend, allerdings konnte man sich sehr gut vorstellen dass er in der DDR auf dem Index stand. Im Anschluss spielte die norwegische Musikband "DDR" - ich stand nur einen Meter vor Atle Antonsen (ein bekannter und sehr lustiger norwegischer Comedian)! Norweger die auf deutsch singen wirken sehr putzig. Ich habe den Abend genossen, er hat mir auch geholfen meine Gedanken ein wenig zu zerstreuen.

Sonntag, 13. Januar 2008

Erster Eindruck

Ich komme gerade vom allsonntäglichen Film. Diesmal war's James Bond 007: Moonraker. Ein sehr witziger Film - in einer Szene wird eine "Weltraumschlacht" zwischen Astronauten gezeigt. Selten habe ich in einem James Bond Film so gut gelacht.

In sieben Stunden werde ich wieder aufstehen um zur Botschaft zu fahren. Meine erste Woche dort war sehr lehrreich und hat mir Motivation für die nächsten Monate gegeben. Unter anderem habe ich eine Rede verfasst, statistische Daten recherchiert und Anfragen an die Botschaft bearbeitet. Auch wurde ich für das ein oder andere Seminar angemeldet.
Doch eines stört mich: frühs duschen zu wollen kann in Sogn sehr unangenehm sein. Bis das warme Wasser ankommt muss man mindestens 10 Minuten warten. Nicht gerade das Angenehmste wenn man sich erst gerade wieder ans früh aufstehen gewöhnt. Überraschenderweise komme ich damit sogar ganz gut klar, mit Kaffee kann man schließlich jedes Schlafdefizit kompensieren.
Im näheren Umkreis der Botschaft stehen verschiedene andere Villen und es gibt einige Bäckereien. Tatsächlich war ich auch schon in einer drin - das Ciabattabrötchen mit Schinken kostete nur 50 NOK (ca. 6 €). Irgendwie habe ich aufgehört mir über hohe Preise Gedanken zu machen, sonst könnte ich nachts wohl nicht mehr schlafen.

Es tut gut zu sehen wie die bekannten Gesichter vom letzten Semester wieder zurückkehren. Auch wenn wir nur ein Semester zusammen studiert haben, so hat man zu einigen Leuten enge Verbindungen aufgebaut. Deshalb freue ich mich wieder etwas mit den Leuten zu unternehmen. Sehr interessant sind auch die neuen Gesichter, mal schauen ob sie partymäßig in die Fußstapfen ihrer Vorgänger treten können. Nicht dass ein Austauschsemester sich hauptsächlich ums Feiern dreht - es ist nur ein wesentlicher Bestandteil der Mentalität. Deshalb geht es am nächsten Freitag ins Uglebo, zur Semestereröffnungsfeier.
Vorher, jedoch, gilt es eine Arbeitswoche erfolgreich zu überstehen.

Donnerstag, 10. Januar 2008

Tübingen

Diese kleine, aber feine Universitätsstadt im Süden hat laut Wikipedia 83.649 Einwohner und liegt in der Nähe von Stuttgart. Auf die hiesige Uni gingen im WS 2007/08 ca. 24000 Studierende. Desweiteren sind dort ca. 10.000 Mitarbeiter beschäftigt - der Name Universitätsstadt trifft absolut zu. Warum nun nenne ich all diese Zahlen und Fakten, wo ich mich doch in Oslo befinde?

Der Grund liegt darin, dass ich in meiner Zeit hier unverhältnismäßig viele Leute von dort kennengelernt habe. Als ich am Dienstag bei einem abendlichen Ausflug ins Chateau Neuf erneut auf einen Studenten aus diesem kleinen Städtchen traf, entschied ich mich meine Verwunderung und Ratlosigkeit darüber hier Kund zu tun. Jetzt wohnen zwei Studenten aus Tübingen in meiner Wohnung, letztes Semester hatte ich mit drei weiteren Studentinnen von dort Bekanntschaft gemacht und zu guter letzt war die Sprachmittlerin an der Botschaft zehn Jahre lang Norwegisch-Lektorin in Tübingen. Generell fällt mir die hohe Zahl von Studenten aus dem Süden Deutschlands auf. Noch habe ich keine Begründung für diese Häufung, die vielleicht nur durch meine selektive Wahrnehmung entsteht, aber ich arbeite daran.

Jetzt habe ich mein Gewissen beruhigt, den nächsten Beitrag zu meinen Eindrücken aus der Botschaft gibt's aller Wahrscheinlichkeit am Wochenende.

Samstag, 5. Januar 2008

Erste Woche 2008

Schneechaos im Sørlandet

Sørlandet ("Südland") wird die Region im Süden Norwegens bezeichnet, zu der u.a. Kristiansand gehört. Auch Oslo und Umgebung sind von den starken Schneefällen der letzten Tage betroffen. Heute soll es bis zu 50 cm Neuschnee geben, was ein Blick aus meine Fenster nur bestätigen kann: Es schneit seit den Morgenstunden ununterbrochen. Gegen Abend soll der Niederschlag in Regen übergehen, wodurch sich in Oslo wohl die auch Berlinern bekannte Schnee-Matsch-Mischung bilden wird. So endet diese erste Woche des neuen Jahres mit einem zumindest halbwegs interessantem Ereignis.

Beschäftigungstherapie

Die letzten Tage habe ich mit Lesen, Internet-TV und Museumsbesuchen verbracht. Mittlerweile kenne ich fünfzig Prozent meiner Noten vom letzten Semester. Im Sprachkurs habe ich mündlich ein A (entspricht einer 1) und schriftlich ein C (entspricht einer 3) abgegriffen. Somit habe ich insgesamt ein B. Hätte ich die Klausur nicht fast verschlafen (siehe "Worst Case"), wäre also ein A drin gewesen. Die Zensur für die mündliche Prüfung zählt nämlich mehr. Gut dass mir die Note egal sein kann, da ich sie nirgendwo einbringen kann. Ich würde mich sonst richtig ärgern...
In einem der beiden Kurse wo die Note tatsächlich wichtig ist, habe ich ein B bekommen. Damit bin ich zufrieden, denn ich hatte mit dem Schreiben der Hausarbeit erst ca. eine Woche vor Abgabetermin begonnen.

Abschied und Neuanfang

Ebenfalls in dieser Woche habe ich eine gute Freundin verabschiedet, sie ist jetzt in Tromsø. Nur einen Tag später habe ich einem neuen (deutschen) Erasmus-Studenten im Zimmer eines Mitbewohners übernachten lassen. So schnell ändert sich alles, ab nächster Woche startet das vår-semester (Frühjahrssemester) für die Neuankömmlinge. Das Programm ist das gleiche wie im letzten Semester, nur sind es dieses Mal ca. 250 Austauschstudenten die an der UIO beginnen - im August waren es ca. 600.

Silvester

Zu Silvester wurde aus der Party meines norwegischen Kumpels leider nichts, so wurde der Abend spontan umgeplant. Ich habe mit ein paar Freunden zunächst Abendbrot gegessen. Dabei haben wir die verschiedenen Möglichkeiten für den Abend diskutiert und sind schlussendlich darauf gekommen in eine Bar in der Stadt zu gehen, um anschließend das Feuerwerk am Hafen anzuschauen. Was wir nicht wussten war, dass in Oslo zu Silvester beinahe alle Bars geschlossen oder durch Privatfeiern besetzt sind. Somit endeten wir in Deli De Luca, tranken einen Kaffee und liefen dann zum Hafen. Dort war es schon sehr voll und es wurde fleißig geknallt. Für das Feuerwerk hat sich der Weg gelohnt. Anschließend sind wir zurück nach Sogn gefahren, wo ich mich dann mit nem Neuseeländer (der auch die amerikanische Staatsbürgerschaft hat) über Sportwagen, Weltgeschichte und religiöse Konflikte unterhalten habe. Dieses Silvester war also sehr ruhig und entspannt.


Impressions