Samstag, 5. Januar 2008

Erste Woche 2008

Schneechaos im Sørlandet

Sørlandet ("Südland") wird die Region im Süden Norwegens bezeichnet, zu der u.a. Kristiansand gehört. Auch Oslo und Umgebung sind von den starken Schneefällen der letzten Tage betroffen. Heute soll es bis zu 50 cm Neuschnee geben, was ein Blick aus meine Fenster nur bestätigen kann: Es schneit seit den Morgenstunden ununterbrochen. Gegen Abend soll der Niederschlag in Regen übergehen, wodurch sich in Oslo wohl die auch Berlinern bekannte Schnee-Matsch-Mischung bilden wird. So endet diese erste Woche des neuen Jahres mit einem zumindest halbwegs interessantem Ereignis.

Beschäftigungstherapie

Die letzten Tage habe ich mit Lesen, Internet-TV und Museumsbesuchen verbracht. Mittlerweile kenne ich fünfzig Prozent meiner Noten vom letzten Semester. Im Sprachkurs habe ich mündlich ein A (entspricht einer 1) und schriftlich ein C (entspricht einer 3) abgegriffen. Somit habe ich insgesamt ein B. Hätte ich die Klausur nicht fast verschlafen (siehe "Worst Case"), wäre also ein A drin gewesen. Die Zensur für die mündliche Prüfung zählt nämlich mehr. Gut dass mir die Note egal sein kann, da ich sie nirgendwo einbringen kann. Ich würde mich sonst richtig ärgern...
In einem der beiden Kurse wo die Note tatsächlich wichtig ist, habe ich ein B bekommen. Damit bin ich zufrieden, denn ich hatte mit dem Schreiben der Hausarbeit erst ca. eine Woche vor Abgabetermin begonnen.

Abschied und Neuanfang

Ebenfalls in dieser Woche habe ich eine gute Freundin verabschiedet, sie ist jetzt in Tromsø. Nur einen Tag später habe ich einem neuen (deutschen) Erasmus-Studenten im Zimmer eines Mitbewohners übernachten lassen. So schnell ändert sich alles, ab nächster Woche startet das vår-semester (Frühjahrssemester) für die Neuankömmlinge. Das Programm ist das gleiche wie im letzten Semester, nur sind es dieses Mal ca. 250 Austauschstudenten die an der UIO beginnen - im August waren es ca. 600.

Silvester

Zu Silvester wurde aus der Party meines norwegischen Kumpels leider nichts, so wurde der Abend spontan umgeplant. Ich habe mit ein paar Freunden zunächst Abendbrot gegessen. Dabei haben wir die verschiedenen Möglichkeiten für den Abend diskutiert und sind schlussendlich darauf gekommen in eine Bar in der Stadt zu gehen, um anschließend das Feuerwerk am Hafen anzuschauen. Was wir nicht wussten war, dass in Oslo zu Silvester beinahe alle Bars geschlossen oder durch Privatfeiern besetzt sind. Somit endeten wir in Deli De Luca, tranken einen Kaffee und liefen dann zum Hafen. Dort war es schon sehr voll und es wurde fleißig geknallt. Für das Feuerwerk hat sich der Weg gelohnt. Anschließend sind wir zurück nach Sogn gefahren, wo ich mich dann mit nem Neuseeländer (der auch die amerikanische Staatsbürgerschaft hat) über Sportwagen, Weltgeschichte und religiöse Konflikte unterhalten habe. Dieses Silvester war also sehr ruhig und entspannt.


Impressions

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Wunderschönes Winterwetter!
Wir haben nur Blitzeis!
Sind doch gute Noten!
Abschied und Neuanfang ist gut - so ist das Leben!
Schade, da hast du dich so auf Silvester in Norwegen gefreut!
Muss ja aber nicht das letzte dort gewesen sein?