Im Norwegisch-Sprachkurs muss ich ein Buch von Erlend Loe lesen: "Naiv.super." Der Roman ist sehr empfehlenswert. Eines der Hauptelemente in der Geschichte sind die Listen der Hauptperson. Diese neigt dazu beinahe alles (seien es die Dinge die ihn in jungen Jahren begeistert haben oder Themen über die er besonders viel weiß) in langen Aufzählungen auszudrücken. In diesem Stil möchte ich meine letzte Nacht ausdrücken:
- eine Party
- zwei Clubs
- drei Taxifahrten
- zwei Feueralarme
- sechs Bier
- ein harter Kern
- vier Norweger
- ein Deutscher
- neun Stunden.
Bevor ich anfange: Ich studiere hier natürlich auch und könnte u.a. über die Auffassung von Sprache und Kultur im Rahmen der Nationalitätsdebatte in Norwegen im 19./20. Jahrhundert berichten.... doch ich verzichte darauf. Letzte Woche habe ich den ersten Entwurf meiner Semesteraufgabe eingereicht und werde heute bzw. morgen noch zwei Kommentare zu Entwürfen von den anderen Studierenden schreiben. Ansonsten habe ich in der letzten Woche mal wieder viel gelesen, geschrieben und fleißig Norwegisch geredet. Ach ja, natürlich koche ich weiterhin mein Wasser. Allerdings schmeckt das so ekelhaft, dass ich schon mit dem Gedanken spiele einen 10 Liter Wasserkanister zu kaufen...
Jetzt aber zur letzten Nacht. Ich war zu einer Party bei Norwegern eingeladen, die ich während der ersten Uni-Woche kennengelernt hatte und seitdem des öfteren im Studentenclub der Humanistischen Fakultät getroffen habe. Der Ort war ein wenig abgelegen, doch ich habe es geschafft das Haus zu finden und kam ungefähr gegen acht Uhr an. An dem Abend war ich der einzige Nicht-Norweger dort und hatte viele interessante Gespräche. Gegen halb eins kam dann die Idee auf, weiterzuziehen. Warum nicht?
Also wurden zwei Taxis bestellt, um zum Zentrum zu fahren. Aus den acht Leuten wurden nach dem ersten Club nur noch fünf, der Rest ist dort geblieben oder einfach verschwunden. Nachdem gegen drei Uhr in der Garage (siehe Post zum Beatsteaks-Konzert) die Lichter angingen, meinte der zweite Christian der Gruppe er kenne da noch jemanden in der Altstadt. Da könnten wir weiterfeiern... gesagt, getan. Doch die Party dort war schon vorbei, was man an dem Mangel an Menschen und der Vielzahl an Bierdosen und - flaschen ablesen konnte. So blieben wir nicht lange und nahmen mal wieder ein Taxi, welches uns schlussendlich nach Hause brachte. Gegen fünf Uhr kam ich dann in Sogn an. Ich lag vielleicht fünf Minuten im Bett, als mich das sanfte Scheppern unseres Feueralarms unsanft weckte. Anscheinend haben wir ein kleines Problem mit der Technik, denn es war der dritte Alarm innerhalb von zwei Tagen. Bevor ich nach Hause kam, gab es schon einen Alarm gegen 2 Uhr. Nun ja, dafür habe ich heute umso länger geschlafen.
Morgen werde ich erfahren ob ich meine "Qualifizierungsaufgabe" für einen meiner Kurse bestanden habe.
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1 Kommentar:
Oh,Oh!!
Allerdings waren wir zum Klassentreffen von Heidi 10 Std.!!!
Viel Erfolg für die Qualifizierungsarbeit!!
Und wie gesagt - Wasser kann man ersetzen.
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