Samstag, 13. Oktober 2007

Besuch

Letzte Woche hatte ich von Montag bis Donnerstag Besuch. Ein Freund aus Schulzeiten kam nach Oslo, um seinen Norwegen-Urlaub hier abzuschließen. Zuvor war er mit seinem Vater in Nordnorwegen angeln gewesen und hatte bei seiner Ankunft schon 14 Stunden Autofahrt hinter sich. Daher begann die Stadtführung erst am Dienstag.
Das Programm war intensiv: Zunächst ging es zum Jernbanetorget, dem Hauptbahnhof in Oslo, wo ich mir eine neue Monatskarte gekauft habe. Der stolze Preis (wie die letzten zwei Monate): 430 kr. (ca. 56 €). Von dort aus kann man die Karl Johans Gate bis zum Schloss hochlaufen. Diese Prachtstraße ist gesäumt von verschiedenen Touristenläden, einem Burger King, einem HardRock-Cafe, mehreren Hotels und dem historischen Hauptgebäude der Universität Oslos. In Letzterem verkehren nur die Juristen, der Hauptcampus der Uni ist weiter nördlich im Stadtteil "Blindern" gelegen. Auch ein Abstecher in die Nationalgallerie durfte nicht fehlen.
Da das Wetter wunderschön war, ging es anschließend hoch zum Holmenkollen. Von dort aus hat man einen sehr guten Blick über den Oslofjord und auf Oslo. Im Sommer ist die Landezone der Schanze mit Wasser gefüllt, was im Winter dann wieder abgepumpt wird. Der nächste Punkt auf der Tagesplanung war schließlich der Vigelandsparken, welcher innerhalb zweier Jahrzehnte entstand. Das Gebiet war bereits um 1900 als öffentlicher Park erschlossen, doch erst ab 1924 wurden die heutigen Anlagen Stück für Stück aufgebaut. 1950 standen dann die meisten Skulpturen an ihrem heutigen Platz. Der Park ist beeindruckend und die zwei Male die ich bisher dort war gefiel es mir sehr.
Zum Ausklang des anstrengenden Tages gab haben wir mit ein paar deutschen Erasmusstudenten ein paar Bier im "Evergreen" getrunken. Die Bar ist eine der billigsten im Osloer Stadtzentrum: Hier kostet das Bier "nur" 33 kr. (ca. 4,20 €).

Am Mittwoch musste ich frühs zu einem Kurs an der Uni - und zwar um acht Uhr. Ein Graus, doch irgendwie habe ich es geschafft um sieben aufzustehen, die eiskalte Dusche zu überleben, mein Frühstück schnell runterzuschlingen und pünktlich zum Kurs zu erscheinen. An dem Morgen ging es um den Streit um die norwegische Nationalität zwischen Wergeland und Welhaven... wie dem auch sei. Kurz darauf war ich bei meinem Erasmuskoordinator und habe mit ihm über ein kleines Problem hinsichtlich meiner Wohnung gesprochen. Das dürfte jetzt gelöst sein.
Der Vormittag begann für meinen Kumpel mit einer kleinen Campustour und nem Kaffee in der Kafeteria. Um auch die volle Ladung Kultur zu bekommen, führte uns der Weg ins Munch-Museum. Ab dem ersten Oktober ist der Eintritt kostenlos, das muss genutzt werden. Den Rest des Tages sind wir am Hafen langegelaufen. Leider habe ich davon keine Bilder mehr, da die Akkus meiner Kamera alle waren und die frisch gekauften Akkus nicht aufgeladen waren. Dafür hätte ich fast einen Schock wegen dem Preis erlitten: 169 kr. (21 €)!!! Das war mir in diesem Moment egal, aber im nachhinein ärgere ich mich doch sehr stark dass ich soviel Geld für die Dinger ausgegeben habe.
Am Abend haben wir bei ner Freundin gekocht, die ebenfalls Besuch hatte. Leckeres Essen, guter Alkohol und nette Gespräche. Ein guter Ausklang für die Extremtour durch Oslo. Gegen sechs Uhr klingelte der Wecker am Donnerstag, da der Flug kurz nach 9 Uhr abfliegen sollte. Und der Weg zum Flughafen ist weit. So habe ich meinen Besuch zum Hauptbahnhof gebracht, von wo der Zug zum Flughafen abfuhr.
Seitdem habe ich viel gelesen (und das meine ich ernst), da wieder eine Aufgabe ansteht: Bis Mittwoch muss ich den Anfang einer Hausarbeit für nen Kurs geschrieben haben. Ich hab' noch nicht annähernd genug gelesen, um etwas sinnvolles zu schreiben...

Tour durch Oslo

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Eine wunderschöne Stadt!
Prima Bilder! Das wäre auch etwas für uns, wenn Oslo nur nicht so weit weg wäre.
Der Preis Für die Akku`s
ist wirklich unverschämt!!!! Genauso wie die Bierpreise.
Wir freuen uns besonders, dass es dir gut geht!