Mittwoch, 19. September 2007

Naturnah

Vor ca. einem Jahr habe ich mal beinahe einen ganzen Tag lang an einer Hausarbeit gesessen. Es war meine Erste - und die habe ich nicht mal in Skandinavistik geschrieben. Die Ferien über schritt die Arbeit immer ein wenig voran, bis ich merkte dass nur noch zwei Wochen zum neuen Semester übrig sind. Unter Druck lässt es sich ja bekanntlich am besten arbeiten.
Dieses Mal ist die Situation eine andere: Die HA ist der wichtigste Leistungsnachweis in meinem Skandinavistik-Studium und muss bis zum ersten Oktober fertig sein. Mittlerweile bin ich auch fast durch, doch es ist ein hartes Stück Arbeit. Besonders unschön ist der Blick auf die nächsten Wochen: Bis Mitte Oktober muss ich ca. 9 Seiten norwegischen Text als Vorprüfung für Dezember geschrieben haben. Gelesen habe ich bisher viel zu wenig dafür. Nicht das ich meinen strategischen Optimismus verloren hätte - ich muss nur ständig daran denken.
Bei all dem Stress freuen mich Momente wie heute: Zwei Rehkitze spazierten vor meinem Fenster entlang und grasten fleißig. Es war so unwirklich, diese beiden Geschöpfe zu sehen. Als Stadtmensch kenne ich sowas nicht und bin absolut fasziniert davon. In diesem Moment war ich glücklich. Glücklich hier zu sein, in Sogn - in Oslo - in Norwegen. Es sind die Kleinigkeiten im Leben die man genießen muss. Sie helfen einem Kraft für die großen Aufgaben im Leben zu sammeln.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Halte durch!!!!
Wenn man eine Aufgabe begonnen hat, ist der Weg zum Ziel nicht mehr weit!
Ich schiebe auch mal gern ungeliebtes vor mir her, erledige aber immer alles!
Zwei Rehe!
Ja es ist etwas schönes mitten in der Natur zu leben! Wir hatten ein paar Jahre auch immer im Herbst mehrere Rehe in unmittelbarer Nähe unseres Hauses. Leider sind sie jetzt nicht mehr da. Und sie fehlen uns!!
Geniese diese Nähe zur Natur! Bevor du wieder in Berlin leben musst?

Siggi